7. Kapitel (24)
Es ist ein Ort der Stärke, und das bißchen, was ich noch auf der Welt besitze, ist hier verwahrt. Ich werde es bewahren, dem Kaiser und seinen Teufeln zum Trotz!“ Der Turm wirkte von außen riesig, aber seine Mauern waren so dick, daß innen nur Platz für eine schmale Wendeltreppe war. Oben angekommen, schob Pepi den Riegel beiseite, stieß eine Falltür auf und sie betraten die Plattform draußen. Der Himmel verdüsterte sich langsam, aber im Westen schimmerte es orange und ringsum erstreckte sich die weite, dämmerige Ebene der Lombardei. Unter ihnen lag die Stadt Cremona, die so still und friedlich wirkte, als ob ihre Bewohner in völliger Sicherheit lebten. Sie schauten ein paar Minuten schweigend vor sich hin, Castruccio auf die weite Landschaft und Pepi auf die dicken Mauern seines Turms. Schließlich sagte ersterer: „Ein böser Stern verfolgt Euch, Messer Benedetto, und ich fürchte, daß Ihr unter einer unheilvollen Konstellation geboren wurdet.“