8. Kapitel (17)

Nachdem Castruccio und seine Gefährten den Serchio überquert hatten, näherten sie sich Lucca, rüsteten sich zum Kampf und dafür, San Frediano zu erstürmen. Die Guelfen stellten sich ihnen entgegen und es kam zur Schlacht. In der Zwischenzeit kam auch Uguccione dort an, aber aus einer anderen Richtung. Da er an keinem Stadttor Einlass fand, fing er an, die Mauern einzureißen. Die Guelfen konnten nach der Niederlage gegen die Ghibellinen keinen Widerstand leisten; die Ghibellinen unter Castruccios Befehl hielten Uguccione für ihren Verbündeten und dachten nicht daran, ihn aufzuhalten. Sie hatten auch genug damit zu tun, sich gegen ihre eigenen Feinde zur Wehr zu setzen, die sich nicht ergeben wollten. Der Bruch wurde vollzogen, Uguccione zog im Triumph ein, behandelte Lucca als eroberte Stadt und lieferte sie der Plünderung durch seine Truppen aus. Er selbst machte ebenfalls reiche Beute und eignete sich den Schatz des Papstes an, der in der Kirche von San Frediano verwahrt wurde; man hatte Lucca in dem Glauben auserwählt, es sei der sicherste Ort für einen solchen Schatz.

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