5. Kapitel (23)
Castruccio befolgte Scotos Rat. Er nahm liebevoll Abschied von ihm und empfing wieder den höflichen Dank des französischen Monarchen. Er wurde mit kostbaren Geschenken überschüttet und bekam ein Schwert aus feinstem Stahl, der Griff und die Scheide waren mit Juwelen verziert, aus der Hand der Königin. Er übergab all diese Kostbarkeiten einem italienischen Kaufmann, damit dieser sie nach Italien brachte. Er selbst ritt in Begleitung eines Dieners – und eines Maultiers, das seine Waffen trug.
Es ging langsam vorwärts. Nach ein paar Wochen erreichten sie den äußersten Südosten von Frankreich. Sie näherten sich den wunderschönen Alpen, der Grenze seines Heimatlandes. Die weißen Gipfel leuchteten, und in den Schluchten herrschte die tiefe Stille eines Winters im Gebirge. Als Castruccio in diese einsame Gegend vordrang, fand er keine Spuren von menschlichem Leben mehr vor, ja kaum von tierischem.
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