5. Kapitel (32)
Manchmal sieht ein Strahl aus wie ein fließender Bach, und die schwarzen Schatten verbergen die schlimmsten Gefahren! Ich wage es nicht, bei Mondschein weiterzureisen, schon gar nicht auf diesem schrecklichen Weg! Ich bitte Euch inständig, daß wir die Nacht in dem Haus dort verbringen!“
„Einverstanden – wenn es wirklich ein Haus ist und nicht ein Schafstall ohne Dach! Ich glaube, in dieser Gegend findet man kaum ein Bett, das weicher ist als der Felsen, oder ein besseres Dach als den mondhellen Himmel!“
Die Hütte war verschlossen, und die Bewohner schliefen. Aber die schrille Stimme des älteren Reisenden weckte einen Mann. Er rappelte sich von seinem Bett aus getrocknetem Laub und Schaffellen auf und öffnete die Tür. Er hieß die Reisenden willkommen und blies in die Asche eines verlöschenden Feuers mitten im einzigen Zimmer der Hütte. Es loderte wieder auf und warf ein Licht auf die Wände der trostlosen Unterkunft. Rauch stieg empor und stieg zur Decke; nur ein wenig entwich durch ein rundes Loch im Dach. Ein großes Bett, oder eher ein Schlafplatz aus getrocknetem Laub und Maisblättern, war auf den Boden gestreut. Darauf lagen viele Männer und Frauen und schauten unter ihren Schaffelldecken hervor, als die Reisenden eintraten. Es gab keine Möbel bis auf eine klobige Bank und einen noch klobigeren Tisch, die kahlen Wände waren schwarz und baufällig, und viele Risse im Dach gaben den Blick auf den Himmel frei. Im Zimmer roch es so nach Knoblauch und Qualm, daß Castruccio hastig den Rückzug antrat und seinen Begleiter fragte, ob sie nicht lieber ihre Reise fortsetzen wollten. Letzterer schien vertrauter mit dem Anblick und dem Geruch solcher kläglichen Hütten zu sein und bot all seine Redegewandtheit auf, um Castruccio davon zu überzeugen, daß die Obhut einer Hütte der kalten Nachtluft vorzuziehen sei. Aber da Castruccio nicht dazu zu bewegen war, einzutreten, bat er nur darum, sich die steif gefrorenen Finger aufwärmen und den Wein der Hütte probieren zu dürfen. Danach würden sie gemeinsam den Weg bergab zurücklegen.
Castruccios Begleiter hatte nicht übertrieben, was die große Gefährlichkeit der Straße bei Mondlicht betraf.
„Einverstanden – wenn es wirklich ein Haus ist und nicht ein Schafstall ohne Dach! Ich glaube, in dieser Gegend findet man kaum ein Bett, das weicher ist als der Felsen, oder ein besseres Dach als den mondhellen Himmel!“
Die Hütte war verschlossen, und die Bewohner schliefen. Aber die schrille Stimme des älteren Reisenden weckte einen Mann. Er rappelte sich von seinem Bett aus getrocknetem Laub und Schaffellen auf und öffnete die Tür. Er hieß die Reisenden willkommen und blies in die Asche eines verlöschenden Feuers mitten im einzigen Zimmer der Hütte. Es loderte wieder auf und warf ein Licht auf die Wände der trostlosen Unterkunft. Rauch stieg empor und stieg zur Decke; nur ein wenig entwich durch ein rundes Loch im Dach. Ein großes Bett, oder eher ein Schlafplatz aus getrocknetem Laub und Maisblättern, war auf den Boden gestreut. Darauf lagen viele Männer und Frauen und schauten unter ihren Schaffelldecken hervor, als die Reisenden eintraten. Es gab keine Möbel bis auf eine klobige Bank und einen noch klobigeren Tisch, die kahlen Wände waren schwarz und baufällig, und viele Risse im Dach gaben den Blick auf den Himmel frei. Im Zimmer roch es so nach Knoblauch und Qualm, daß Castruccio hastig den Rückzug antrat und seinen Begleiter fragte, ob sie nicht lieber ihre Reise fortsetzen wollten. Letzterer schien vertrauter mit dem Anblick und dem Geruch solcher kläglichen Hütten zu sein und bot all seine Redegewandtheit auf, um Castruccio davon zu überzeugen, daß die Obhut einer Hütte der kalten Nachtluft vorzuziehen sei. Aber da Castruccio nicht dazu zu bewegen war, einzutreten, bat er nur darum, sich die steif gefrorenen Finger aufwärmen und den Wein der Hütte probieren zu dürfen. Danach würden sie gemeinsam den Weg bergab zurücklegen.
Castruccios Begleiter hatte nicht übertrieben, was die große Gefährlichkeit der Straße bei Mondlicht betraf.
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