6. Kapitel (16)

Es war interessant, die Gesichter der beiden Reisenden zu vergleichen – es war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Castruccio, der in der Schönheit der Landschaft schwelgte, die Augen voller Tränen, und neben ihm Pepis Gesicht mit den schroffen Zügen, das keine Regung zeigte. Seine kleinen funkelnden Augen blickten hierhin und dorthin, aber sonst ließ nichts erkennen, daß er fühlte oder dachte; sein Mund war verkniffen, seine Haltung steif und aufrecht, er drückte seinem Maultier die Fersen in die Flanken, und seine bescheidenen Reitkünste verrieten nur zu deutlich das Geheimnis, daß er in seiner Zeit beim Militär Fußsoldat gewesen war.

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