6. Kapitel (5)

„Ja“, erwiderte Castruccio, „ich hatte die Ehre, unter dem edlen Ritter Messer Alberto Scoto zu dienen. Und indem ich Euch einen Dienst erwiesen habe, bin ich noch glücklicher, daß ich jemanden gerettet habe, der mit mir unter der gleichen Flagge gekämpft hat.“ „Ist Euer Name ein Geheimnis?“
„Ich stamme aus einer adligen Familie aus Lucca, die jetzt im Exil ein Nomadenleben führt, und heiße Castruccio Castracani dei Antelminelli.“
Der älteste Reisende erhob sich plötzlich, umarmte Castruccio, gab ihm einen brüderlichen Kuss und sagte dann zu Tadeo: „Heute Morgen habe ich Euch einen Fremden vorgestellt, der mir – unter Gefahr für sein eigenes – das Leben gerettet hat; jetzt stelle ich Euch einen tapferen Soldaten vor, dessen Name in Frankreich in aller Munde war – als der des tapfersten Kriegers und fähigsten Anführers, der in den Niederlanden gekämpft hat. ,Sieur Castruccioʻ ist ein Name, den sogar die Kinder in Frankreich dankbar lispeln und der den Flamen Angst macht, wenn sie ihn nur hören.“

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