6. Kapitel (20)
Soll man nun alle zwei Monate eine Gruppe von Räten einsetzen, die den Reichen die Macht entreißen, und einen Volkstribun, der den Pöbel hofiert, bis jeder hohe Herr vor einem Schuster den Hut ziehen muß? Diese Vorstellung finde ich schrecklich! Sind nicht Lucca, Bologna und Siena frei? Und die Seuche breitet sich in der Lombardei aus. Oh! Ich würde Gebete an jeden Heiligen im Himmel richten und sogar dem Teufel danken (aber der würde keine so gute Tat verrichten), wenn – wie einmal vorgeschlagen wurde – die Stadt Florenz dem Erdboden gleichgemacht, ihre Straßen mit Salz bestreut und ihre Bewohner wie die Juden und Slawen auf der ganzen Welt verstreut würden! Wehe dir, Farinata (Manente „Farinata“ degli Uberti (1212 – 1264), italienischer Adliger und Anführer der Ghibellinen in Florenz (Anm. d. Ü.)), weil du das nicht getan hast!“
Kommentare
Kommentar veröffentlichen