7. Kapitel (1)

Nach ein paar Tagen kam er in Mailand an und eilte als erstes zum Palast von Matteo Visconti. Dieser war jedoch gerade im Senat und verhandelte mit den Mailänder Adligen darüber, wieviel Geld man dem Kaiser bewilligen sollte. Castruccio wurde deshalb seinem Sohn Galeazzo ( Galeazzo I. Visconti (1277 – 1328), ältester Sohn von Matteo I. Visconti, regierte Mailand 1322 – 1328 (Anm. d. Ü.).) vorgestellt, der sich in der Halle des Palastes aufhielt, umgeben von allen jungen Ghibellinen Mailands. Es war eine Szene voller Glanz und Fröhlichkeit. Die jungen Adligen wollten den Kaiser auf einer Jagd begleiten und trugen ihre prächtigste Kleidung – bestickte Seide und Samt, Umhänge aus kostbaren Pelzen, teilweise kurze Gewänder mit Hosen, die so gebunden waren wie die von Pepi, aber aus feinem Stoff, ihre Krägen waren mit Perlen geschmückt. Die Haare waren in der Mitte gescheitelt und fiel in Locken bis auf die Schultern, sie trugen verschiedene Mützen, einige waren flach und mit Federn verziert, andere hoch und spitz, wieder andere mit Perlen verziert, die meisten hatten einen Falken auf dem Handgelenk oder streichelten ihren Lieblingshund, oder führten die Künste eines edlen Hengstes vor.

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