7. Kapitel (8)
Er war prächtig gekleidet. Er trug einen vergoldeten Köcher, verziert mit Diamanten, und eine mit Perlen bestickte Schärpe. Er war in jeder Hinsicht so ausgestattet, wie man es von dem Lieblingspagen einer Kaiserin erwarten konnte. Aber Castruccio kamen seine hellblauen Augen bekannt vor, ebenso wie sein freundliches und doch ernstes Lächeln. Ihm traten Tränen in die Augen bei der Erinnerung, und er fragte Galeazzo eifrig, wer und was der junge Mann war. Sein Freund antwortete: „Das ist der Knappe des Can’ Grande. Er heißt Arrigo, seinen Nachnamen weiß ich nicht. Die Kaiserin will ihn an ihrer Seite haben, aber der junge Mann würde lieber mit seinem großartigen Patron in die Schlacht ziehen, als der verweiblichte Page im Vorzimmer einer Kaiserin zu sein.“
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