7. Kapitel (16)

Das Fest dauerte bis spät in die Nacht und endete nur, um am nächsten und übernächsten Tag noch rauschender fortgesetzt zu werden.
Doch während alles so friedlich wirkte, brach der Sturm aus, den die Politiker vorhergesagt hatten, und die Freude des Feierns wurde von der Revolte der Mailänder gegen die Deutschen gestört.
Und nun erlebte Castruccio zum ersten Mal einen Volksaufstand in seinem Land: Bewaffnete Ritter galoppierten durch die Straßen und riefen: „Libertà! Tod den Deutschen!“ Und eine Menge von Leuten, die wütend über die neuen Steuern waren, die man ihnen auferlegt hatte, stimmten in den Ruf ein. Aber die Revolte erlosch so schnell, wie sie aufgeflammt war. Die Visconti unterwarfen sich nach einigem Zögern dem Kaiser, Della Torre und seine Anhänger mußten fliehen, ihre Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht, ihr Besitz beschlagnahmt und sie selbst zu Verrätern erklärt.
Aber die Folgen der Revolte von Mailand waren nicht so leicht zu beseitigen.

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