7. Kapitel (18)
Andere Truppen zogen durch die Straßen, drangen in die Paläste ein, zerstörten die prächtigen Möbel, feierten Gelage und rissen alles von den Wänden, das nach Gold oder Silber aussah. Diese unbändigen, aber bewaffneten Horden brachen die Keller auf, betranken sich an Italiens besten Weinen und waren danach noch erbarmungsloser darin, die wehrlose Bevölkerung zu unterdrücken. Ein paar dieser armen Menschen flüchteten aufs Land, andere verbarrikadierten sich in ihren Häusern und warfen ihren ganzen Besitz aus den Fenstern, um sich vor der Brutalität der Eroberer zu retten. Viele adlige Frauen suchten zunächst Zuflucht in den bescheidensten Hütten und hüllten sich in schäbige Kleider, aber schließlich machten ihnen die lüsternen Blicke und die Pöbeleien der Soldaten solche Angst, daß auch sie aufs Land flohen. In den Wäldern, die die Stadt umgaben, waren sie Hunger und Kälte ausgesetzt. Andere kümmerten sich nicht um irgendwelche Blicke, sondern folgten mit zerzaustem Haar und zerlumpten Kleidern ihren Ehemännern und Vätern in die schrecklichen Kerker, einige in stummer Verzweiflung, viele rangen die Hände und baten laut um Gnade.
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