7. Kapitel (21)

Als Castruccio in die Stadt zurückkehrte, sah er am Ende der Straße eine Gestalt, und das erinnerte ihn an jemanden, den er fast vergessen hatte – Benedetto Pepi.
„Herrje! Armer Kerl“, sagte Castruccio zu sich selbst, „die Plünderungen der Deutschen werden Euch sehr zusetzen! Nun, da ich Euch einst das Leben gerettet haben, werde ich jetzt, falls es noch nicht zu spät ist, versuchen, die Reste Eures Eigentums zu retten.“
Er fragte einen Passanten nach dem Weg zum Haus von Benedetto Pepi.
„Wenn Ihr Benedetto den Reichen meint, falls man in dieser unglückseligen Stadt noch jemanden reich nennen kann“, antwortete der Mann, „führe ich Euch zu seinem Haus.“
„Meinen Pepi sollte man eher den Armen nennen, denke ich, aber führt mich zu Benedetto dem Reichen. Wenn er von großer, magerer Gestalt ist und ein runzliges, ledernes Gesicht hat, ist er der Mann, den ich suche.“
Der Passant führte Castruccio in den am höchsten gelegenen Teil der Stadt zu einem Palast, dessen Mauern aus großen Steinblöcken offenbar fest genug waren, um einer Belagerung standzuhalten.

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